Wissen macht Wau - Workflow & Bildbearbeitung

Teil 1&2 Bilderauswahl

Im neuen Jahr wird es jetzt auch eine neue Kategorie geben: Wissen macht Wau

In diesen Beiträgen möchte ich euch ein bisschen tiefer in meine Arbeit mitnehmen.

Also los gehts! Bevor ich aber tiefer ins Thema einsteige möchte ich voranschicken das jeder Fotograf es anders macht. Es gibt nicht DEN ultimativen Weg. Was für einen Fotografen sehr gut funktioniert muss für andere nicht der beste Weg sein. Manche finden meinen Weg zum fertigen Bild vielleicht extrem kompliziert und haben für sich einen anderen Weg gefunden. Oder mein Bearbeitungsstil unterscheidet sich von anderen. Photoshop bietet einfach so viele, fast schon zuviele Möglichkeiten um Bilder zu bearbeiten.

Ich bleibe auch nicht stur bei einem Workflow. Manchmal weicht meine Bearbeitungsweise von meinem üblichen Weg ab, weil z.B. die Fotoserie anders ist, ich etwas neues gelernt habe oder manche Schritte einfach nicht mehr zu meinem Bearbeitungsstil passen. Ich finde so flexibel sollte ich sein.

Noch ein anderer wichtiger Punkt: Nur weil man es kann, muss man es nicht machen! Das ist einer meiner wichtigsten Grundsätze in der Bearbeitung. Natürlich kann ich z.B. ein Sommerbild in ein Winterbild umwandeln, das sieht bei vielen Fotografen auch gut aus aber für mich ist es dann nicht mehr das Bild, dass ich gemacht habe. Aber das muss jeder Fotograf für sich entscheiden und soll natürlich auch keine Kritik an sein.

So jetzt gehts aber los.

Bilderauswahl nach dem Shooting

Los gehts mit dem (genauer gesagt mit meinem) Workflow, ich arbeite mich dann langsam bis zum fertigen Bild vor 😉

Nach dem Shooting importiere ich natürlich alle entstandenen Bilder erstmal in Lightroom. Ich arbeite bei der Sortierung und der Grundoptimierung mit Lightroom, für die finalen Retusche wechsel ich dann zu Photoshop. Eine klassische Kombination.

Erstmal gehts ans aussortieren.

Ich bin Vertreter der Radikal-Variante. Ich sortiere nicht nur unscharfe Bilder aus sondern auch viele Andere.

Kriterien zum Aussortieren sind für mich:

  • Unscharf (irgendwie logisch)
  • Hund sieht gestresst/gelangweilt aus
  • Hund hat die Augen zu
  • Bildaufbau sieht nicht gut aus, Winkel ist nicht ideal
  • Zunge bis zum Brustfell
  • Ultimativ verdrehter Körper (wobei Vertreter des Manierismus sich bei manchen Bildern sehr freuen würden)
  • Hund schaut überall hin nur nicht in meine Richtung (Ausnahme dabei zum Beispiel: Hund schaut seitlich zu Herrchen/Frauchen, Hund schaut interessiert an mir vorbei)
  • Die Ohren sind nicht vorhanden (den Satz: „Wo sind die Ohren!“ lasse ich mir demnächst auf ein T-Shirt drucken ;-))
  • Gesichtskirmes
  • Körperteile sind abgeschnitten (da meine ich nicht ein Porträt oder eine halbnahe Einstellung, sondern Fuß weg, Schwanz weg, Ohr weg. Solche Sachen)
  • Bildausschnitt zu eng
  • Bild viiiiel zu schief (sodass beim gerade ausrichten das halbe Bild fehlt)

 

Da gibt es bestimmt noch ein paar andere Kriterien, aber das sind so die meisten. Natürlich gibt es zu diesen „Regeln“ immer die Ausnahme. Wenn ein Bild mit total cacht, ist es mir egal ob ein Fuß fehlt 🙂

By the Way, das Beitrags-Bild ist von einem meiner ersten Shootings. Es ist nicht perfekt, krumm, schief und unscharf. Dazu ist es auf meinem damaligen Stand bearbeitet. Ich habe es aber bewusst nicht neu bearbeitet. Es hat seine Fehler, aber es catcht mich irgendwie.

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